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Armutsgefährdung von Erwerbslosen Deutschland

Erwerbslose ab 18 Jahren (nach eigener Angabe zum überwiegenden Erwerbsstatus im Vorjahr) in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens, in Prozent · armutsgefährdete Erwerbslose ab 18 Jahren

  • Stand 23.10.2026
  • Deutschland
  • Eurostat
  • 2009 bis 2025
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Quelle
Eurostat (ilc_li04)
Region
Deutschland
Rhythmus
jährlich
Grafik

Zeitreihenbruch: Für 2020 meldet die Quelle eine Änderung der Methode oder Erhebung. Werte davor und danach sind nur eingeschränkt vergleichbar; Sprünge an dieser Stelle gehen nicht zwingend auf echte Veränderungen zurück.

Einordnung

Im Durchschnitt seit 2009 lag der Wert bei 60,7 %.

65,5 Prozent der Erwerbslosen in Deutschland waren 2025 armutsgefährdet – deutlich mehr als im EU-Schnitt von 49,3 Prozent. Höher war der Anteil nur in den Niederlanden (68,7 Prozent), am niedrigsten in Luxemburg (27,0 Prozent). Zugleich ist die Armutsgefährdung von Erwerbstätigen in Deutschland niedriger als im EU-Schnitt.

Methodik & Definition

Grundlage ist die EU-Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC, in Deutschland Teil des Mikrozensus). Als armutsgefährdet gilt, wer in einem Haushalt mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens des jeweiligen Landes lebt. Vermögen zählt nicht zum Einkommen. 2020 wurde die Erhebung in Deutschland umgestellt; Werte davor sind nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Armutsgefährdungsschwelle ist relativ: Sie bemisst sich am mittleren Einkommen im jeweiligen Land. Gleiche Quoten bedeuten deshalb nicht den gleichen Lebensstandard.

Der Erwerbsstatus beruht auf der Selbstauskunft über die überwiegende Tätigkeit im Einkommensjahr. Wie hoch die Armutsgefährdung Erwerbsloser ist, hängt unter anderem von der Höhe und Dauer der Leistungen bei Arbeitslosigkeit und vom Einkommen anderer Haushaltsmitglieder ab.

Armutsgefährdung von Erwerbslosen im EU-Vergleich

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den zweithöchsten Wert (65,5 %); der EU-Durchschnitt liegt bei 49,3 %.

Armutsgefährdung von Erwerbslosen im EU-Vergleich, 2025
Land Balken 2025 ggü. 2024
Niederlande 68,7 % +18,4 Pp.
Deutschland 65,5 % +4,7 Pp.
Litauen 62,0 % +2,5 Pp.
Tschechien 60,0 % +2,0 Pp.
Slowakei 58,5 % −5,6 Pp.
Lettland 56,5 % −1,1 Pp.
Finnland 56,0 % +4,1 Pp.
Bulgarien 55,1 % −3,6 Pp.
Österreich 53,5 % +10,8 Pp.
Estland 52,0 % +0,7 Pp.
Schweden 49,7 % −1,2 Pp.
EU-Durchschnitt 49,3 % +0,5 Pp.
Griechenland 48,5 % −0,6 Pp.
Slowenien 46,8 % −2,0 Pp.
Ungarn 45,0 % −10,6 Pp.
Italien 44,6 % −4,8 Pp.
Polen 44,6 % +0,2 Pp.
Spanien 44,0 % +0,5 Pp.
Dänemark 43,2 % +8,3 Pp.
Frankreich 42,9 % −1,7 Pp.
Portugal 42,6 % −1,7 Pp.
Kroatien 42,1 % +1,6 Pp.
Malta 40,7 % −1,8 Pp.
Belgien 40,4 % −2,4 Pp.
Rumänien (2024) 39,7 % −28,9 Pp.
Irland 32,3 % −3,8 Pp.
Zypern 31,6 % −1,6 Pp.
Luxemburg 27,0 % −6,6 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Eurostat, ilc_li04.

Quelle & Daten

Messgröße
Erwerbslose ab 18 Jahren (nach eigener Angabe zum überwiegenden Erwerbsstatus im Vorjahr) in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens, in Prozent
Quelle
Eurostat, Datensatz ilc_li04
Lizenz der Daten
Eurostat – Weiterverwendung mit Quellenangabe
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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