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Armutsgefährdung junger Erwachsener Deutschland

18- bis 24-Jährige in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens, in Prozent · armutsgefährdete 18- bis 24-Jährige

  • Stand 23.10.2026
  • Deutschland
  • Eurostat
  • 2005 bis 2025
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Quelle
Eurostat (ilc_li02)
Region
Deutschland
Rhythmus
jährlich
Grafik

Zeitreihenbruch: Für 2005, 2020 meldet die Quelle eine Änderung der Methode oder Erhebung. Werte davor und danach sind nur eingeschränkt vergleichbar; Sprünge an dieser Stelle gehen nicht zwingend auf echte Veränderungen zurück.

Einordnung

24,8 Prozent der 18- bis 24-Jährigen in Deutschland waren 2025 armutsgefährdet – 2020 waren es 27,1 Prozent. Der EU-Schnitt lag bei 21,8 Prozent; höher war der Anteil in Finnland, Dänemark, Luxemburg und Rumänien, am niedrigsten in Slowenien (8,2 Prozent).

Methodik & Definition

Grundlage ist die EU-Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC, in Deutschland Teil des Mikrozensus). Als armutsgefährdet gilt, wer in einem Haushalt mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens des jeweiligen Landes lebt. Vermögen zählt nicht zum Einkommen. 2020 wurde die Erhebung in Deutschland umgestellt; Werte davor sind nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Armutsgefährdungsschwelle ist relativ: Sie bemisst sich am mittleren Einkommen im jeweiligen Land. Gleiche Quoten bedeuten deshalb nicht den gleichen Lebensstandard.

Junge Erwachsene, die früh einen eigenen Haushalt führen – etwa Studierende oder Auszubildende –, gelten bei niedrigem eigenem Einkommen häufig als armutsgefährdet, auch wenn sie von ihren Eltern unterstützt werden.

Armutsgefährdung junger Erwachsener im EU-Vergleich

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den fünfthöchsten Wert (24,8 %); der EU-Durchschnitt liegt bei 21,8 %.

Armutsgefährdung junger Erwachsener im EU-Vergleich, 2025
Land Balken 2025 ggü. 2024
Finnland 37,0 % +6,3 Pp.
Dänemark 30,4 % −0,4 Pp.
Luxemburg 26,0 % −3,8 Pp.
Rumänien 25,8 % +3,6 Pp.
Deutschland 24,8 % ±0,0 Pp.
Bulgarien 24,2 % +1,4 Pp.
Griechenland 24,2 % −1,9 Pp.
Schweden 24,0 % −0,5 Pp.
Frankreich 22,8 % +0,9 Pp.
Italien 22,8 % +1,9 Pp.
Litauen 22,4 % −1,8 Pp.
Niederlande 22,0 % −1,2 Pp.
Spanien 21,9 % +0,3 Pp.
EU-Durchschnitt 21,8 % +0,4 Pp.
Estland 18,9 % ±0,0 Pp.
Ungarn 18,3 % −0,9 Pp.
Portugal 17,9 % +0,3 Pp.
Slowakei 17,6 % −3,7 Pp.
Polen 16,9 % −2,3 Pp.
Lettland 16,6 % +1,1 Pp.
Österreich 15,6 % +0,3 Pp.
Tschechien 13,8 % +0,6 Pp.
Zypern 13,0 % +2,5 Pp.
Belgien 12,6 % +1,1 Pp.
Irland 11,0 % +1,8 Pp.
Kroatien 10,8 % −0,6 Pp.
Malta 8,5 % −2,2 Pp.
Slowenien 8,2 % −0,5 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Eurostat, ilc_li02.

Quelle & Daten

Messgröße
18- bis 24-Jährige in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens, in Prozent
Quelle
Eurostat, Datensatz ilc_li02
Lizenz der Daten
Eurostat – Weiterverwendung mit Quellenangabe
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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