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Armutsgefährdung von Rentnerinnen und Rentnern Deutschland

Personen ab 18 Jahren mit dem überwiegenden Erwerbsstatus „im Ruhestand“ in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens, in Prozent · armutsgefährdete Menschen im Ruhestand

  • Stand 23.10.2026
  • Deutschland
  • Eurostat
  • 2009 bis 2025
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Quelle
Eurostat (ilc_li04)
Region
Deutschland
Rhythmus
jährlich
Grafik

Zeitreihenbruch: Für 2020 meldet die Quelle eine Änderung der Methode oder Erhebung. Werte davor und danach sind nur eingeschränkt vergleichbar; Sprünge an dieser Stelle gehen nicht zwingend auf echte Veränderungen zurück.

Einordnung

18,9 Prozent der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland waren 2025 armutsgefährdet – 2020 waren es 20,1 Prozent. Das ist mehr als im EU-Schnitt von 15,0 Prozent; neun EU-Staaten lagen höher, vor allem im Baltikum (Lettland 49,3 Prozent). Am niedrigsten war der Anteil in der Slowakei (5,1 Prozent).

Methodik & Definition

Grundlage ist die EU-Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC, in Deutschland Teil des Mikrozensus). Als armutsgefährdet gilt, wer in einem Haushalt mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens des jeweiligen Landes lebt. Vermögen zählt nicht zum Einkommen. 2020 wurde die Erhebung in Deutschland umgestellt; Werte davor sind nur eingeschränkt vergleichbar.

Die Armutsgefährdungsschwelle ist relativ: Sie bemisst sich am mittleren Einkommen im jeweiligen Land. Gleiche Quoten bedeuten deshalb nicht den gleichen Lebensstandard.

Gezählt werden Personen, die sich selbst überwiegend als im Ruhestand einstufen – auch Frührentner und Pensionäre. Wer im Eigenheim wohnt oder Ersparnisse hat, kann trotz niedrigen Einkommens gut versorgt sein; das berücksichtigt die Quote nicht.

Armutsgefährdung von Rentnerinnen und Rentnern im EU-Vergleich

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den 10.-höchsten Wert (18,9 %); der EU-Durchschnitt liegt bei 15,0 %.

Armutsgefährdung von Rentnerinnen und Rentnern im EU-Vergleich, 2025
Land Balken 2025 ggü. 2024
Lettland 49,3 % +0,6 Pp.
Litauen 43,3 % +3,4 Pp.
Estland 40,7 % −5,1 Pp.
Kroatien 36,3 % +2,1 Pp.
Zypern 35,0 % +2,8 Pp.
Malta 26,9 % +1,4 Pp.
Bulgarien 25,7 % −0,7 Pp.
Slowenien 25,0 % +2,4 Pp.
Irland 19,0 % −2,4 Pp.
Deutschland 18,9 % −0,1 Pp.
Portugal 16,4 % −3,2 Pp.
Niederlande 15,9 % +3,5 Pp.
Polen 15,9 % ±0,0 Pp.
Griechenland 15,2 % +1,9 Pp.
EU-Durchschnitt 15,0 % −0,4 Pp.
Österreich 14,8 % −1,2 Pp.
Italien 13,3 % −0,4 Pp.
Spanien 13,1 % −0,8 Pp.
Rumänien 13,1 % −1,5 Pp.
Dänemark 13,0 % +1,6 Pp.
Ungarn 12,9 % −3,7 Pp.
Schweden 11,8 % +0,3 Pp.
Frankreich 11,0 % −0,5 Pp.
Finnland 10,0 % −2,2 Pp.
Belgien 8,5 % −2,2 Pp.
Tschechien 8,5 % −0,1 Pp.
Luxemburg 6,9 % −3,2 Pp.
Slowakei 5,1 % −4,0 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Eurostat, ilc_li04.

Quelle & Daten

Messgröße
Personen ab 18 Jahren mit dem überwiegenden Erwerbsstatus „im Ruhestand“ in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren bedarfsgewichteten Nettoeinkommens, in Prozent
Quelle
Eurostat, Datensatz ilc_li04
Lizenz der Daten
Eurostat – Weiterverwendung mit Quellenangabe
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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