Zum Inhalt springen
DE

Geduldete Ausländer in Deutschland

Ausländerinnen und Ausländer mit Duldung (§ 60a AufenthG, Abschiebung vorübergehend ausgesetzt) laut Ausländerzentralregister am 31. Dezember

Einordnung

Ende 2025 lebten 189.680 geduldete Ausländer in Deutschland, 6,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Den Höchststand seit 2018 gab es 2022 mit 247.670, im Jahr darauf sank die Zahl auf 193.975.

Methodik & Definition

Eine Duldung ist kein Aufenthaltstitel, sondern die vorübergehende Aussetzung der Abschiebung einer ausreisepflichtigen Person. Diese Zahl umfasst alle Geduldeten im Register; die Statistik über Schutzsuchende weist nur Geduldete aus, die zuvor Schutz gesucht haben, und liegt deshalb niedriger.

Grundlage ist das Ausländerzentralregister (AZR). Gezählt werden Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit am 31. Dezember, eingeordnet nach dem Aufenthaltstitel, der im Register eingetragen ist. Wer eingebürgert wird, zählt nicht mehr als Ausländer.

Statsray addiert Männer und Frauen sowie EU-Bürger und Drittstaatsangehörige, weil die Tabelle keine Gesamtzeile enthält. Die Einzelwerte sind im Register auf Vielfache von 5 gerundet; die Summe kann deshalb um wenige Personen vom ungerundeten Wert abweichen. Die Gliederung nach Aufenthaltstiteln gibt es in dieser Form seit 2018.

Häufige Fragen

Wie viele Geduldete gibt es in Deutschland?

Am 31. Dezember 2025 waren im Ausländerzentralregister 189.680 Menschen mit Duldung erfasst. Davon zählten 140.475 zu den Schutzsuchenden, also zu Menschen, die zuvor in Deutschland Schutz gesucht hatten.

Quelle & Daten

Messgröße
Ausländerinnen und Ausländer mit Duldung (§ 60a AufenthG, Abschiebung vorübergehend ausgesetzt) laut Ausländerzentralregister am 31. Dezember
Quelle
Statistisches Bundesamt (Destatis), Datensatz Ausländerstatistik, GENESIS 12521-0008
Lizenz der Daten
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

Diese Artikel verwenden die Statistik als Quelle.