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Inobhutnahmen Deutschland

Vorläufige Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen) für Kinder und Jugendliche je Jahr · vorläufige Schutzmaßnahmen der Jugendämter pro Jahr

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Einordnung

Die Jugendämter nahmen 2025 Kinder und Jugendliche 56.883-mal in Obhut, 18 Prozent seltener als im Vorjahr. Der Rückgang geht vor allem auf weniger unbegleitet eingereiste Minderjährige zurück: 16.468 nach 30.786 im Jahr 2024. Der häufigste Anlass war die Überforderung der Eltern (18.131 Fälle). Am meisten Inobhutnahmen gab es 2016 mit 84.230.

Methodik & Definition

Inobhutnahmen sind vorläufige Schutzmaßnahmen der Jugendämter nach §§ 42, 42a SGB VIII: Ein Kind oder Jugendlicher wird vorübergehend in einer Einrichtung, bei einer geeigneten Person oder in einer Pflegefamilie untergebracht – auf eigenen Wunsch, wegen einer dringenden Gefahr oder nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland. Gezählt werden Maßnahmen, nicht Personen.

Häufige Fragen

Wie viele Kinder werden in Obhut genommen?

2025 gab es 56.883 Inobhutnahmen, 2024 waren es 69.477. Gezählt werden Maßnahmen, nicht Personen.

Inobhutnahmen nach Bundesländern

Inobhutnahmen nach Bundesland, 2025
RangBundeslandBalkenWert
1 Nordrhein-Westfalen 14.174
2 Baden-Württemberg 6.498
3 Niedersachsen 5.375
4 Bayern 5.017
5 Hessen 4.758
6 Berlin 3.298
7 Sachsen 3.004
8 Schleswig-Holstein 2.482
9 Rheinland-Pfalz 2.141
10 Hamburg 2.014
11 Brandenburg 1.753
12 Sachsen-Anhalt 1.648
13 Thüringen 1.527
14 Mecklenburg-Vorpommern 1.446
15 Bremen 1.106
16 Saarland 642

Stand: 2025. Deutschland insgesamt: 56.883. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, GENESIS 22523-0030.

Warum Kinder in Obhut genommen wurden

Warum Kinder in Obhut genommen wurden, 2025
Anlass Balken 2025 ggü. 2024
Überforderung der Eltern 18.131 +3,7 %
Unbegleitete Einreise aus dem Ausland 16.468 −46,5 %
Sonstige Probleme 14.551 −1,1 %
Vernachlässigung 9.242 +9,0 %
Anzeichen für körperliche Misshandlung 8.489 +15,1 %
Anzeichen für psychische Misshandlung 6.490 +17,0 %
Beziehungsprobleme 5.027 −2,6 %
Wohnungsprobleme 3.600 −0,3 %
Delinquenz / Straftat 3.408 +1,0 %
Integrationsprobleme in Heim oder Pflegefamilie 3.129 +4,3 %
Schul- / Ausbildungsprobleme 2.937 +0,9 %
Suchtprobleme 2.253 +8,7 %
Anzeichen für sexuelle Gewalt 1.186 −3,9 %
Trennung / Scheidung der Eltern 1.088 +2,5 %

Stand: 2025. Bis zu zwei Anlässe je Maßnahme; die Summe ist deshalb größer als die Zahl der Inobhutnahmen. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, GENESIS 22523-0001.

Quelle & Daten

Messgröße
Vorläufige Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen) für Kinder und Jugendliche je Jahr
Lizenz der Daten
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

Diese Artikel verwenden die Statistik als Quelle.