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Industriestrompreis Deutschland

Durchschnittlicher Strompreis für Nicht-Haushalte (Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleister) einschließlich Steuern, Abgaben und Umlagen ohne Umsatzsteuer, in Cent je Kilowattstunde · Nicht-Haushalte, Jahresdurchschnitt

Einordnung

Unternehmen in Deutschland zahlten 2025 im Durchschnitt 23,8 Cent je Kilowattstunde Strom – etwas weniger als 2023 (25,6 Cent), aber 36 Prozent mehr als 2019 (17,6 Cent). Der Anteil von Steuern, Abgaben und Umlagen ist seit 2019 von 63 auf 32 Prozent gesunken.

Methodik & Definition

Grundlage ist die amtliche Erhebung der Strom- und Gaspreise bei den Energieversorgern nach EU-Vorgaben. Der Preis setzt sich zusammen aus Energie und Vertrieb (Beschaffung, Marge), den Netzkosten (Netzentgelte und Messstellenbetrieb) sowie Steuern, Abgaben und Umlagen (u. a. Strom- bzw. Energiesteuer, Konzessionsabgabe, Umsatzsteuer, bis Mitte 2022 die EEG-Umlage). Angegeben sind Durchschnitte über alle Verbrauchsklassen; Rückerstattungen und Entlastungen, die erst später gewährt werden, sind nicht immer enthalten.

Nicht-Haushalte umfassen alle Abnehmer außerhalb privater Haushalte, vom kleinen Gewerbebetrieb bis zur Großindustrie. Große Verbraucher zahlen meist deutlich weniger je Kilowattstunde als kleine; der Durchschnitt hängt deshalb auch davon ab, wer wie viel Strom abnimmt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Industriestrompreis in Deutschland?

2025 lag der Strompreis für Nicht-Haushalte im Durchschnitt bei 23,8 Cent je Kilowattstunde, 2019 bei 17,6 Cent.

Industriestrompreis nach Bestandteilen

Industriestrompreis nach Bestandteilen, 2025
Bestandteil Balken 2025 Anteil ggü. 2024
Energie und Vertrieb 10,7 ct 44,8 % −11,4 %
Steuern, Abgaben und Umlagen 7,7 ct 32,2 % +5,1 %
Netzentgelte und Messung 5,5 ct 23,0 % −2,0 %

Stand: 2025. Cent je Kilowattstunde, Jahresdurchschnitt. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Strom- und Gaspreiserhebung, .

Industriestrompreis im EU-Vergleich

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den 8.-höchsten Wert (17,4 ct); der EU-Durchschnitt liegt bei 15,6 ct.

Industriestrompreis im EU-Vergleich, 1. Halbjahr 2026
Land Balken H1 2026 ggü. H2 2025
Irland 22,8 ct +4,4 %
Zypern 22,4 ct −5,2 %
Italien 19,9 ct +2,2 %
Ungarn 19,6 ct +4,5 %
Niederlande 18,2 ct ±0,0 %
Polen 18,1 ct +4,4 %
Slowakei 17,7 ct −3,6 %
Deutschland 17,4 ct −9,4 %
Rumänien 17,2 ct +0,5 %
Österreich 16,9 ct −5,9 %
Griechenland 16,0 ct −1,0 %
Belgien 16,0 ct +1,8 %
EU-Durchschnitt 15,6 ct −2,3 %
Tschechien 14,6 ct −10,9 %
Litauen 14,5 ct +6,8 %
Kroatien 14,3 ct +3,0 %
Slowenien 14,0 ct −1,3 %
Bulgarien 13,7 ct +1,1 %
Estland 13,1 ct +1,5 %
Dänemark 12,7 ct +2,8 %
Frankreich 12,4 ct +2,2 %
Luxemburg 12,2 ct −15,6 %
Lettland 11,9 ct +2,3 %
Malta 11,9 ct −0,8 %
Spanien 11,8 ct −1,2 %
Portugal 11,4 ct −6,7 %
Schweden 10,6 ct +23,9 %
Finnland 8,5 ct +26,4 %

Stand: 1. Halbjahr 2026. Cent je Kilowattstunde ohne Umsatzsteuer, Halbjahreswert für Unternehmen mit 2.000 bis 20.000 MWh Jahresverbrauch (Eurostat). Wegen der festen Verbrauchsklasse liegt der deutsche Wert hier unter dem Durchschnitt aller Abnehmer oben. Quelle: Eurostat, nrg_pc_205.

Quelle & Daten

Messgröße
Durchschnittlicher Strompreis für Nicht-Haushalte (Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleister) einschließlich Steuern, Abgaben und Umlagen ohne Umsatzsteuer, in Cent je Kilowattstunde
Lizenz der Daten
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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