Die beliebtesten Studiengänge 2025/26: Informatik boomt, Maschinenbau verliert ein Drittel
BWL bleibt das größte Studienfach. Informatik ist seit 2015 um 54 Prozent gewachsen und auf Platz 2 gestiegen, Maschinenbau hat 35 Prozent der Studierenden verloren. Die Top 30 im Wintersemester 2025/26.
Die Zahlen dazu
- Studierende im Fach Maschinenbau2025 77.862
- Studierende im Fach Betriebswirtschaftslehre2025 233.231
- Studierende im Fach Informatik2025 157.736
- Studierende im Fach Medizin2025 120.553
Im Wintersemester 2025/26 waren an deutschen Hochschulen 2.864.160 Studierende eingeschrieben. Mit großem Abstand am beliebtesten ist weiterhin Betriebswirtschaftslehre: 233.231 Studierende, das ist jeder zwölfte. Dahinter hat sich in zehn Jahren viel verschoben. Informatik ist auf Platz 2 aufgestiegen, Maschinenbau von Platz 2 auf Platz 8 gefallen. Psychologie und Soziale Arbeit gehören zu den größten Gewinnern, Germanistik, Mathematik und Chemie zu den Verlierern.
Die 30 beliebtesten Studiengänge 2025/26
Die Rangliste zählt eingeschriebene Studierende nach ihrem ersten Studienfach im Wintersemester 2025/26, verglichen mit dem Wintersemester 2015/16. Ein Klick auf das Fach führt zur Statistik mit Verlauf, Frauen- und Ausländeranteil.
| Studienfach | WS 2025/26 | seit 2015/16 | Frauen |
|---|---|---|---|
| 1. Betriebswirtschaftslehre | 233.231 | −1 % | 46 % |
| 2. Informatik | 157.736 | +54 % | 21 % |
| 3. Medizin | 120.553 | +34 % | 65 % |
| 4. Psychologie | 119.006 | +67 % | 78 % |
| 5. Rechtswissenschaft (Jura) | 116.760 | +4 % | 59 % |
| 6. Wirtschaftswissenschaften | 91.819 | +1 % | 46 % |
| 7. Soziale Arbeit | 85.459 | +98 % | 77 % |
| 8. Maschinenbau | 77.862 | −35 % | 14 % |
| 9. Wirtschaftsinformatik | 70.089 | +29 % | 24 % |
| 10. Elektrotechnik | 60.522 | −13 % | 16 % |
| 11. Germanistik | 60.135 | −21 % | 79 % |
| 12. Wirtschaftsingenieurwesen* | 59.954 | −8 % | 23 % |
| 13. Bauingenieurwesen | 57.681 | +5 % | 30 % |
| 14. Biologie | 55.860 | +8 % | 67 % |
| 15. Erziehungswissenschaften | 55.111 | −21 % | 78 % |
| 16. Internationale BWL/Management | 52.381 | +14 % | 53 % |
| 17. Anglistik/Englisch | 46.972 | +2 % | 71 % |
| 18. Mathematik | 46.720 | −21 % | 46 % |
| 19. Gesundheitswissenschaften | 43.645 | +22 % | 74 % |
| 20. Physik | 42.999 | −11 % | 29 % |
| 21. Architektur | 40.527 | +10 % | 61 % |
| 22. Chemie | 35.670 | −22 % | 46 % |
| 23. Politikwissenschaft | 32.880 | +8 % | 49 % |
| 24. Geschichte | 29.999 | −15 % | 44 % |
| 25. Bundeswehr, Justiz und Polizei | 28.252 | +87 % | 43 % |
| 26. Grafikdesign | 26.308 | +42 % | 69 % |
| 27. Wirtschaftsingenieurwesen** | 26.217 | −32 % | 25 % |
| 28. Sozialwesen | 23.622 | +2 % | 77 % |
| 29. Interdisziplinäre Studien (Ingenieurwiss.) | 23.237 | +38 % | 27 % |
| 30. Sportwissenschaft | 22.740 | +29 % | 38 % |
* mit ingenieurwissenschaftlichem, ** mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt; Destatis führt beide als getrennte Fächer. Zusammen wären es 86.171 Studierende, genug für Platz 7. Quelle: Statistisches Bundesamt, GENESIS 21311-0003; Veränderung und Anteile: Statsray-Berechnung.
Informatik boomt, Maschinenbau verliert ein Drittel
Im Wintersemester 2015/16 studierten 120.103 Menschen Maschinenbau, zehn Jahre später 77.862 – ein Minus von 35 Prozent. Die Zahl ist in jedem einzelnen Wintersemester seit 2015 gesunken. Auch Elektrotechnik (−13 Prozent), Verfahrenstechnik (−33 Prozent) und Fahrzeugtechnik (−32 Prozent) haben Studierende verloren. Informatik dagegen wuchs um 54 Prozent auf 157.736 und hat Maschinenbau und Jura überholt.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) · Statistik, Daten & Download →
Psychologie und Soziale Arbeit legen am stärksten zu
Unter den großen Fächern mit mindestens 10.000 Studierenden im Jahr 2015 hat sich Soziale Arbeit fast verdoppelt: von 43.207 auf 85.459 (+98 Prozent). Psychologie wuchs um 67 Prozent auf 119.006 und liegt inzwischen vor Jura. Auch die Studiengänge für Bundeswehr, Justiz und Polizei (+87 Prozent) und Medizin (+34 Prozent) haben deutlich zugelegt.
Weniger Studierende in Germanistik, Mathematik und Chemie
Germanistik verlor seit 2015 rund 21 Prozent der Studierenden, Erziehungswissenschaften ebenso viel, Mathematik 21 Prozent und Chemie 22 Prozent. Bei den kleineren Fächern fällt der Rückgang noch deutlicher aus: Evangelische Theologie hat 46 Prozent verloren, Französisch 49 Prozent, Spanisch 47 Prozent und Latein 63 Prozent.
Frauen und Männer studieren sehr unterschiedlich
Insgesamt sind 51 Prozent der Studierenden Frauen. In den einzelnen Fächern liegen die Anteile weit auseinander. Unter den Fächern mit mindestens 10.000 Studierenden haben Mechatronik (12 Prozent), Maschinenbau (14 Prozent) und Elektrotechnik (16 Prozent) die niedrigsten Frauenanteile. Am höchsten sind sie in Sozialpädagogik, Sonderpädagogik und Grundschulpädagogik mit jeweils rund 82 Prozent. In Psychologie sind 78 Prozent der Studierenden Frauen, in Medizin 65 Prozent.
Viele internationale Studierende in Technik und Informatik
18 Prozent aller Studierenden haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. In Elektrotechnik sind es 42 Prozent, in Mechatronik 41 Prozent, in Informatik 33 Prozent und in Maschinenbau 28 Prozent. Ohne sie wären diese Fächer deutlich kleiner. In Jura (8 Prozent), Psychologie (9 Prozent) und Sozialer Arbeit (6 Prozent) ist der Anteil gering.
Häufige Fragen
Was ist der beliebteste Studiengang in Deutschland?
Betriebswirtschaftslehre. Im Wintersemester 2025/26 waren 233.231 Studierende mit BWL als erstem Studienfach eingeschrieben, gefolgt von Informatik (157.736) und Medizin (120.553).
Welcher Studiengang wächst am stärksten?
Unter den großen Fächern Soziale Arbeit: Die Zahl der Studierenden stieg vom Wintersemester 2015/16 bis 2025/26 um 98 Prozent auf 85.459. Danach folgen die Studiengänge für Bundeswehr, Justiz und Polizei (+87 Prozent) und Psychologie (+67 Prozent).
Welche Studiengänge sind bei Frauen am beliebtesten?
Nach absoluten Zahlen studieren die meisten Frauen Betriebswirtschaftslehre (108.171), Psychologie (92.381) und Medizin (78.440). Die höchsten Frauenanteile unter den großen Fächern haben Sozial-, Sonder- und Grundschulpädagogik mit rund 82 Prozent.
Daten und Methode
Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistik der Studierenden, GENESIS-Tabelle 21311-0003 (Studierende nach Studienfach, Nationalität und Geschlecht), Wintersemester 2015/16 bis 2025/26. Gezählt wird jede Person einmal, nach ihrem ersten Studienfach; wer zwei Fächer studiert, etwa im Lehramt, erscheint nur im ersten. Die Fächer folgen der Fächersystematik von Destatis, die gelegentlich angepasst wird: So werden etwa Hebammenwissenschaft und Physiotherapie in dieser Tabelle erst seit 2025/26 als eigene Fächer ausgewiesen. Veränderungen und Anteile sind Statsray-Berechnungen.
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