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Sterblichkeit durch Drogen und Medikamentenmissbrauch Deutschland

Gestorbene an Störungen durch Drogen und andere psychotrope Substanzen je 100.000 Einwohner, altersstandardisiert auf die europäische Standardbevölkerung (Eurostat) · je 100.000 Einwohner, altersstandardisiert, EU-Vergleich

  • Stand 23.10.2026
  • Deutschland
  • Eurostat
  • 2011 bis 2023
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Quelle
Eurostat (hlth_cd_asdr2)
Region
Deutschland
Rhythmus
jährlich
Grafik

Einordnung

Im Durchschnitt seit 2011 lag der Wert bei 0,92.

In Deutschland sterben altersstandardisiert 1,05 von 100.000 Einwohnern im Jahr an Störungen durch Drogen und andere psychotrope Substanzen (2023). Das liegt über dem EU-Schnitt von 0,45 (2023). 3 Staaten haben eine höhere Rate, 23 eine niedrigere. Am höchsten ist sie in Slowenien (2,14), am niedrigsten in Bulgarien (0,03). 2014 lag der deutsche Wert bei 1,00 – ein Anstieg um 5 Prozent.

Methodik & Definition

Die Raten sind altersstandardisiert: Sie rechnen die Todesfälle auf eine einheitliche europäische Standardbevölkerung um. Damit lassen sich Länder mit jungem und altem Altersaufbau vergleichen. Gezählt wird das Grundleiden laut Todesbescheinigung (ICD-10).

Die Staaten kodieren Todesursachen nicht überall gleich genau; Unterschiede zwischen Ländern können deshalb auch auf die Erfassung zurückgehen. Die jüngsten Daten liegen meist zwei bis drei Jahre zurück.

Tödliche Überdosierungen werden überwiegend als Vergiftung kodiert (ICD-10 X40–X44, X60–X64) und sind in dieser Rate nicht enthalten. Die Zahl der Drogentoten, die die Bundesregierung jährlich meldet, ist deshalb deutlich höher.

Einzelne Staaten weisen für diese Ursache Werte nahe null aus, weil sie die Todesfälle anders zuordnen. Diese Werte sind im Ranking enthalten, im Kurztext aber nicht als niedrigste Rate genannt.

Sterblichkeit durch Drogen und Medikamentenmissbrauch im EU-Vergleich

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den vierthöchsten Wert (1,05); der EU-Durchschnitt liegt bei 0,45.

Sterblichkeit durch Drogen und Medikamentenmissbrauch im EU-Vergleich, 2023
Land Balken 2023 ggü. 2022
Slowenien 2,14 +48,6 %
Finnland 1,25 +25,0 %
Österreich 1,24 −10,8 %
Deutschland 1,05 +26,5 %
Kroatien 0,72 −20,0 %
Belgien 0,64 +23,1 %
Griechenland 0,56 +64,7 %
Frankreich 0,53 +20,5 %
Niederlande 0,50 +2,0 %
EU-Durchschnitt 0,45 +15,4 %
Irland 0,36 +16,1 %
Italien 0,26 −13,3 %
Portugal 0,24 +41,2 %
Lettland 0,21 +320,0 %
Schweden 0,21 −27,6 %
Zypern 0,20 +0,20
Dänemark 0,17 −39,3 %
Estland 0,15 +114,3 %
Litauen 0,14 −46,2 %
Malta 0,12 +0,12
Polen 0,09 ±0,0 %
Tschechien 0,08 −27,3 %
Spanien 0,08 ±0,0 %
Ungarn 0,07 +40,0 %
Rumänien 0,04 ±0,0 %
Bulgarien 0,03 −25,0 %
Slowakei 0,02 +0,02
Luxemburg 0,00 −100,0 %

Stand: 2023. Quelle: Eurostat, hlth_cd_asdr2.

Quelle & Daten

Messgröße
Gestorbene an Störungen durch Drogen und andere psychotrope Substanzen je 100.000 Einwohner, altersstandardisiert auf die europäische Standardbevölkerung (Eurostat)
Quelle
Eurostat, Datensatz hlth_cd_asdr2
Lizenz der Daten
Eurostat – Weiterverwendung mit Quellenangabe
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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