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Nicht erhaltene ärztliche Behandlung Deutschland

Personen ab 16 Jahren, die in den letzten zwölf Monaten eine nötige ärztliche Untersuchung oder Behandlung nicht erhalten haben, weil sie zu teuer, zu weit entfernt oder mit zu langer Wartezeit verbunden war, in Prozent · wegen Kosten, Entfernung oder Wartezeit

  • Stand 23.10.2026
  • Deutschland
  • Eurostat
  • 2008 bis 2025
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Quelle
Eurostat (hlth_silc_08)
Region
Deutschland
Rhythmus
jährlich
Grafik

Zeitreihenbruch: Für 2020 meldet die Quelle eine Änderung der Methode oder Erhebung. Werte davor und danach sind nur eingeschränkt vergleichbar; Sprünge an dieser Stelle gehen nicht zwingend auf echte Veränderungen zurück.

Einordnung

Im Durchschnitt seit 2008 lag der Wert bei 0,9 %.

1,0 Prozent der Menschen ab 16 Jahren in Deutschland haben 2025 nach eigenen Angaben eine nötige ärztliche Behandlung nicht erhalten, weil sie zu teuer, zu weit weg oder die Wartezeit zu lang war – weniger als im EU-Schnitt von 2,4 Prozent. Am höchsten war der Anteil in Griechenland (11,5 Prozent), Finnland (7,8 Prozent) und Estland (7,7 Prozent).

Methodik & Definition

Grundlage ist die EU-Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC, in Deutschland Teil des Mikrozensus). Befragt werden Personen ab 16 Jahren, die in Privathaushalten leben; Menschen in Pflegeheimen sind nicht enthalten. 2020 wurde die Erhebung in Deutschland umgestellt, Werte davor sind nur eingeschränkt vergleichbar.

Der Indikator misst nur Fälle, die die Befragten selbst als unerfüllten Bedarf wahrnehmen. Lange Wartezeiten auf Facharzttermine, die am Ende doch zustande kommen, sind nicht erfasst. Zahnärztliche Behandlungen werden getrennt erhoben.

Nicht erhaltene ärztliche Behandlung im EU-Vergleich

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den 7.-niedrigsten Wert (1,0 %); der EU-Durchschnitt liegt bei 2,4 %.

Nicht erhaltene ärztliche Behandlung im EU-Vergleich, 2025
Land Balken 2025 ggü. 2024
Griechenland 11,5 % −0,6 Pp.
Finnland 7,8 % −0,7 Pp.
Estland 7,7 % −0,8 Pp.
Lettland 7,6 % −0,8 Pp.
Frankreich 3,7 % −0,4 Pp.
Litauen 3,3 % −1,0 Pp.
Slowenien 3,2 % −0,2 Pp.
Dänemark 2,9 % −0,2 Pp.
Polen 2,9 % −0,9 Pp.
Rumänien 2,9 % +0,7 Pp.
Irland 2,7 % −0,2 Pp.
Italien 2,5 % +0,6 Pp.
Portugal 2,5 % ±0,0 Pp.
EU-Durchschnitt 2,4 % −0,1 Pp.
Schweden 2,1 % −0,1 Pp.
Spanien 1,6 % −0,2 Pp.
Kroatien 1,4 % +0,1 Pp.
Ungarn 1,4 % +0,4 Pp.
Luxemburg 1,1 % +0,1 Pp.
Slowakei 1,1 % −0,5 Pp.
Bulgarien 1,0 % −0,1 Pp.
Deutschland 1,0 % +0,2 Pp.
Belgien 0,9 % −0,5 Pp.
Österreich 0,9 % −0,1 Pp.
Niederlande 0,5 % −0,1 Pp.
Tschechien 0,3 % −0,2 Pp.
Zypern 0,1 % ±0,0 Pp.
Malta 0,1 % −0,2 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Eurostat, hlth_silc_08.

Quelle & Daten

Messgröße
Personen ab 16 Jahren, die in den letzten zwölf Monaten eine nötige ärztliche Untersuchung oder Behandlung nicht erhalten haben, weil sie zu teuer, zu weit entfernt oder mit zu langer Wartezeit verbunden war, in Prozent
Quelle
Eurostat, Datensatz hlth_silc_08
Lizenz der Daten
Eurostat – Weiterverwendung mit Quellenangabe
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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