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Keine Rücklagen für unerwartete Ausgaben Deutschland

Anteil der Bevölkerung in Haushalten, die eine unerwartete Ausgabe in Höhe der monatlichen Armutsgefährdungsschwelle nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können, in Prozent

  • Stand 23.10.2026
  • Deutschland
  • Eurostat
  • 2005 bis 2025
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Quelle
Eurostat (ilc_mdes04)
Region
Deutschland
Rhythmus
jährlich
Grafik

Zeitreihenbruch: Für 2020 meldet die Quelle eine Änderung der Methode oder Erhebung. Werte davor und danach sind nur eingeschränkt vergleichbar; Sprünge an dieser Stelle gehen nicht zwingend auf echte Veränderungen zurück.

Einordnung

Im Durchschnitt seit 2005 lag der Wert bei 32,6 %.

31,9 Prozent der Menschen in Deutschland leben in Haushalten, die eine unerwartete größere Ausgabe nicht aus eigenen Mitteln bezahlen könnten (2025). Das ist mehr als im EU-Schnitt von 29,2 Prozent. Am häufigsten fehlt dieses Polster in Griechenland (50,5 Prozent), am seltensten in den Niederlanden (15,3 Prozent).

Methodik & Definition

Grundlage ist die EU-Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC, in Deutschland Teil des Mikrozensus). 2020 wurde die Erhebung in Deutschland umgestellt; Werte davor sind nur eingeschränkt vergleichbar.

Gefragt wird, ob der Haushalt eine unerwartete Ausgabe in Höhe der monatlichen Armutsgefährdungsschwelle (für Alleinlebende) aus eigenen Mitteln bezahlen könnte – etwa eine Reparatur oder eine neue Waschmaschine. Der Anstieg 2020 fällt mit der Umstellung der Erhebung zusammen.

Keine Rücklagen für unerwartete Ausgaben im EU-Vergleich

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den 9.-höchsten Wert (31,9 %); der EU-Durchschnitt liegt bei 29,2 %.

Keine Rücklagen für unerwartete Ausgaben im EU-Vergleich, 2025
Land Balken 2025 ggü. 2024
Griechenland 50,5 % +6,6 Pp.
Lettland 43,7 % −1,6 Pp.
Bulgarien 42,4 % −3,2 Pp.
Litauen 41,1 % −0,2 Pp.
Rumänien 37,8 % −2,2 Pp.
Spanien 36,4 % +0,5 Pp.
Estland 36,0 % +1,3 Pp.
Zypern 32,0 % −2,8 Pp.
Deutschland 31,9 % −0,3 Pp.
Kroatien 31,2 % −3,7 Pp.
Irland 30,6 % −1,0 Pp.
Ungarn 30,5 % +1,9 Pp.
EU-Durchschnitt 29,2 % −0,8 Pp.
Portugal 29,2 % +0,5 Pp.
Frankreich 28,8 % −0,6 Pp.
Finnland 28,0 % +0,7 Pp.
Slowakei 26,0 % −2,2 Pp.
Italien 25,6 % −4,3 Pp.
Slowenien 23,9 % +0,7 Pp.
Schweden 23,0 % +0,7 Pp.
Polen 22,5 % −0,3 Pp.
Belgien 22,1 % +0,5 Pp.
Luxemburg 21,8 % −0,7 Pp.
Österreich 20,9 % ±0,0 Pp.
Dänemark 20,1 % −1,0 Pp.
Tschechien 18,7 % −0,5 Pp.
Malta 18,7 % +0,4 Pp.
Niederlande 15,3 % −1,6 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Eurostat, ilc_mdes04.

Quelle & Daten

Messgröße
Anteil der Bevölkerung in Haushalten, die eine unerwartete Ausgabe in Höhe der monatlichen Armutsgefährdungsschwelle nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können, in Prozent
Quelle
Eurostat, Datensatz ilc_mdes04
Lizenz der Daten
Eurostat – Weiterverwendung mit Quellenangabe
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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