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Dispozinsen Deutschland

Durchschnittlicher Zinssatz der Banken in Deutschland für Überziehungskredite (Dispo) und revolvierende Kredite an private Haushalte

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Einordnung

Das ist der höchste Wert seit September 2025. Im Durchschnitt seit 2010 lag der Wert bei 9,04 %.

Die Statistik zeigt, wie viel Zins private Haushalte in Deutschland im Durchschnitt zahlen, wenn sie ihr Girokonto überziehen oder einen Rahmenkredit nutzen.

Methodik & Definition

Grundlage ist die Zinsstatistik der Banken (MFI-Zinsstatistik), die die Deutsche Bundesbank monatlich bei einer repräsentativen Auswahl von Banken in Deutschland erhebt und an die EZB meldet.

Erfasst sind Dispositionskredite und revolvierende Kredite (Rahmenkredite). Nicht enthalten ist die geduldete Überziehung über den eingeräumten Dispo hinaus, für die Banken oft einen Aufschlag verlangen.

Bei diesen Krediten gibt es kein abgrenzbares Neugeschäft. Ausgewiesen ist deshalb der Zins auf den gesamten Bestand.

Häufige Fragen

Warum ist der Dispo so teuer?

Der Dispo ist jederzeit ohne Antrag verfügbar und nicht besichert. Banken lassen sich diese Flexibilität und das Ausfallrisiko bezahlen. Ein Ratenkredit ist im Durchschnitt deutlich günstiger.

Ist das der Zins meiner Bank?

Nein. Es ist der Durchschnitt über alle meldenden Banken. Einzelne Institute verlangen deutlich mehr oder weniger.

Dispozinsen im Euro-Ländervergleich

Derselbe Durchschnittszins in allen Ländern des Euroraums. Alle Zentralbanken erheben ihn nach denselben EZB-Vorgaben, die Werte sind deshalb vergleichbar. Unterschiede entstehen unter anderem durch Wettbewerb, Kreditrisiken und landestypische Produkte.

Unter den 21 Euro-Ländern mit Daten hat Deutschland den fünfthöchsten Wert (9,46 %); der Durchschnitt des Euroraums liegt bei 7,28 %.

Dispozinsen im Euro-Ländervergleich, August 2026
Land Balken Aug. 2026 ggü. Juli 2026
Estland 12,36 % −0,41 Pp.
Slowakei 11,76 % +0,05 Pp.
Lettland 9,81 % +0,18 Pp.
Slowenien 9,81 % +0,07 Pp.
Deutschland 9,46 % +0,06 Pp.
Portugal 9,40 % +0,22 Pp.
Frankreich 9,31 % +0,02 Pp.
Griechenland 8,25 % +0,02 Pp.
Irland 7,53 % +0,28 Pp.
Euroraum-Durchschnitt 7,28 % −0,04 Pp.
Finnland 7,18 % ±0,00 Pp.
Bulgarien 6,56 % +0,02 Pp.
Litauen 6,00 % +0,01 Pp.
Österreich 5,92 % +0,20 Pp.
Spanien 5,58 % ±0,00 Pp.
Kroatien 5,55 % +0,01 Pp.
Niederlande 5,48 % +0,05 Pp.
Malta 5,18 % −0,03 Pp.
Belgien 4,84 % +0,03 Pp.
Italien 4,59 % −0,21 Pp.
Zypern 4,51 % +0,09 Pp.
Luxemburg 3,45 % +0,06 Pp.

Stand: August 2026. In kleinen Ländern beruhen einzelne Kategorien auf wenigen Abschlüssen; dort können Monatswerte stark schwanken. Länder ohne aktuellen Wert sind mit ihrem letzten Monat angegeben. Quelle: Europäische Zentralbank, MIR, alle Euro-Länder.

Quelle & Daten

Messgröße
Durchschnittlicher Zinssatz der Banken in Deutschland für Überziehungskredite (Dispo) und revolvierende Kredite an private Haushalte
Quelle
Europäische Zentralbank, Datensatz MIR/M.DE.B.A2Z1.A.R.A.2250.EUR.N
Lizenz der Daten
EZB – Weiterverwendung mit Quellenangabe; Daten der Deutschen Bundesbank
Rhythmus
monatlich

Zitiert in unseren Analysen

Diese Artikel verwenden die Statistik als Quelle.