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Niedriglohnquote Deutschland

Anteil der Beschäftigungsverhältnisse (ohne Auszubildende) mit einem Bruttostundenverdienst unter zwei Dritteln des Medians (Stichmonat April) · Anteil der Jobs mit Niedriglohn

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Einordnung

Die Niedriglohnquote gibt an, wie viele Jobs in Deutschland unterhalb der Niedriglohnschwelle bezahlt werden. Als Niedriglohn gilt ein Stundenlohn unter zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns.

Methodik & Definition

Die Niedriglohnschwelle liegt bei zwei Dritteln des Medians aller Bruttostundenverdienste. Gezählt werden Beschäftigungsverhältnisse, nicht Personen – wer zwei Minijobs hat, zählt doppelt.

Seit 2022 stammen die Werte aus der Verdiensterhebung, für 2014 und 2018 aus der Verdienststrukturerhebung. Der deutliche Rückgang seit 2022 hängt vor allem mit der Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro im Oktober 2022 zusammen.

Häufige Fragen

Ab wann gilt ein Lohn als Niedriglohn?

Als Niedriglohn gilt ein Bruttostundenverdienst unter zwei Dritteln des Medians. Die Schwelle steigt deshalb mit dem allgemeinen Lohnniveau.

Wie viele Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor?

Den aktuellen Anteil zeigt die Grafik oben. In absoluten Zahlen sind es mehrere Millionen Beschäftigungsverhältnisse, vor allem im Gastgewerbe, im Handel und bei Minijobs.

Niedriglohnquote nach Bundesländern

Niedriglohnquote nach Bundesland, 2025
RangBundeslandBalkenWert
1 Sachsen 18,1 %
2 Rheinland-Pfalz 17,7 %
3 Sachsen-Anhalt 17,6 %
4 Nordrhein-Westfalen 17,5 %
5 Saarland 17,5 %
6 Schleswig-Holstein 17,2 %
7 Brandenburg 17,1 %
8 Thüringen 17,1 %
9 Niedersachsen 17,0 %
10 Hessen 14,8 %
11 Baden-Württemberg 14,4 %
12 Bremen 14,1 %
13 Berlin 13,6 %
14 Bayern 13,0 %
15 Hamburg 12,6 %
16 Mecklenburg-Vorpommern (2024) 19,6 %

Stand: 2025. Deutschland insgesamt: 15,7 %. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS 62361-0050.

Niedriglohnquote nach Branche

Niedriglohnquote nach Branche, 2025
Branche Balken 2025 ggü. 2024
Gastgewerbe 51,4 % −0,3 Pp.
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 44,6 % +3,9 Pp.
Kunst, Unterhaltung und Erholung 36,0 % −0,5 Pp.
Grundstücks- und Wohnungswesen 30,0 % −1,1 Pp.
Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen 29,7 % −3,5 Pp.
Sonstige Dienstleistungen 26,0 % +0,4 Pp.
Handel und Kfz-Reparatur 24,6 % +1,0 Pp.
Verkehr und Lagerei 23,4 % +0,6 Pp.
Baugewerbe 10,5 % −1,2 Pp.
Freiberufliche und technische Dienstleistungen 10,0 % −0,7 Pp.
Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) 8,1 % +0,3 Pp.
Gesundheits- und Sozialwesen 8,1 % −0,2 Pp.
Information und Kommunikation 7,1 % −0,4 Pp.
Banken und Versicherungen 5,8 % ±0,0 Pp.
Erziehung und Unterricht 5,7 % −0,8 Pp.
Wasserversorgung und Entsorgung 5,6 % −0,8 Pp.
Öffentliche Verwaltung 1,6 % +0,2 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS 62361-0043.

Quelle & Daten

Messgröße
Anteil der Beschäftigungsverhältnisse (ohne Auszubildende) mit einem Bruttostundenverdienst unter zwei Dritteln des Medians (Stichmonat April)
Quelle
Statistisches Bundesamt (Destatis), Datensatz GENESIS 62361-0043
Lizenz der Daten
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0
Rhythmus
jährlich