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Gender Pay Gap Deutschland

Abstand des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes von Frauen zu dem von Männern, in Prozent des Männerverdienstes · unbereinigt

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Einordnung

Der Gender Pay Gap misst, wie viel weniger Frauen pro Stunde verdienen als Männer. Der unbereinigte Wert vergleicht alle Beschäftigten – unabhängig von Beruf, Branche oder Arbeitszeit.

Methodik & Definition

Verglichen werden die durchschnittlichen Bruttostundenverdienste ohne Sonderzahlungen von Frauen und Männern über alle Branchen. Der Abstand wird in Prozent des Männerverdienstes angegeben.

Seit 2022 stammen die Werte aus der monatlichen Verdiensterhebung (Stichmonat April), für 2014 und 2018 aus der Verdienststrukturerhebung. Für die Jahre dazwischen weist GENESIS keine Werte aus.

Der bereinigte Gender Pay Gap rechnet Unterschiede bei Beruf, Branche, Arbeitszeit und Qualifikation heraus. Er liegt laut Destatis bei rund 6 Prozent.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Gender Pay Gap in Deutschland?

Den aktuellen unbereinigten Wert zeigt die Grafik oben. Er gibt an, um wie viel Prozent der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen unter dem von Männern liegt.

Was ist der Unterschied zwischen bereinigtem und unbereinigtem Gender Pay Gap?

Der unbereinigte Wert vergleicht einfach alle Frauen mit allen Männern. Der bereinigte Wert vergleicht Frauen und Männer mit vergleichbarem Beruf, Arbeitszeit und Qualifikation – der verbleibende Abstand ist deutlich kleiner.

Warum ist der Gender Pay Gap im Osten kleiner?

In den ostdeutschen Ländern arbeiten Frauen häufiger in Vollzeit und in besser bezahlten Branchen, zugleich ist das Lohnniveau der Männer niedriger. Die Werte je Bundesland zeigt das Ranking unten.

Gender Pay Gap nach Bundesländern

Gender Pay Gap nach Bundesland, 2025
RangBundeslandBalkenWert
1 Baden-Württemberg 20 %
2 Bayern 19 %
3 Hessen 19 %
4 Hamburg 17 %
5 Niedersachsen 16 %
6 Saarland 16 %
7 Nordrhein-Westfalen 15 %
8 Bremen 14 %
9 Rheinland-Pfalz 14 %
10 Schleswig-Holstein 12 %
11 Berlin 10 %
12 Sachsen 6 %
13 Thüringen 5 %
14 Brandenburg 4 %
15 Mecklenburg-Vorpommern 4 %
16 Sachsen-Anhalt 4 %

Stand: 2025. Deutschland insgesamt: 16 %. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS 62361-0051.

Gender Pay Gap nach Branche

Gender Pay Gap nach Branche, 2025
Branche Balken 2025 ggü. 2024
Banken und Versicherungen 25 % −1 Pp.
Freiberufliche und technische Dienstleistungen 25 % ±0 Pp.
Information und Kommunikation 19 % ±0 Pp.
Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) 19 % ±0 Pp.
Gesundheits- und Sozialwesen 19 % ±0 Pp.
Handel und Kfz-Reparatur 18 % −1 Pp.
Kunst, Unterhaltung und Erholung 17 % −4 Pp.
Grundstücks- und Wohnungswesen 15 % +3 Pp.
Sonstige Dienstleistungen 14 % ±0 Pp.
Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen 13 % ±0 Pp.
Energieversorgung 13 % −1 Pp.
Baugewerbe 11 % +1 Pp.
Erziehung und Unterricht 8 % −1 Pp.
Gastgewerbe 7 % +1 Pp.
Bergbau 5 % +5 Pp.
Verkehr und Lagerei 3 % ±0 Pp.
Öffentliche Verwaltung 0 % ±0 Pp.
Wasserversorgung und Entsorgung −2 % ±0 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS 62361-0046.

Gender Pay Gap nach Alter

Gender Pay Gap nach Alter, 2025
Altersgruppe Balken 2025 ggü. 2024
unter 25 Jahre 1 % +1 Pp.
25 bis unter 30 Jahre 4 % +1 Pp.
30 bis unter 35 Jahre 8 % ±0 Pp.
35 bis unter 40 Jahre 13 % ±0 Pp.
40 bis unter 45 Jahre 16 % ±0 Pp.
45 bis unter 50 Jahre 19 % ±0 Pp.
50 bis unter 55 Jahre 22 % ±0 Pp.
55 bis unter 60 Jahre 25 % ±0 Pp.
60 bis unter 65 Jahre 25 % ±0 Pp.
65 Jahre und mehr 11 % +4 Pp.

Stand: 2025. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), GENESIS 62361-0047.

Gender Pay Gap im EU-Vergleich

Unbereinigter Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern (Bruttostundenverdienst) laut Eurostat, Wirtschaft ohne öffentliche Verwaltung. Die Eurostat-Werte können wegen anderer Abgrenzung leicht von den Destatis-Werten abweichen.

Unter den 27 EU-Staaten mit Daten hat Deutschland den 7.-höchsten Wert (15,6 %); der EU-Durchschnitt liegt bei 11,1 %.

Gender Pay Gap im EU-Vergleich, 2024
Land Balken 2024 ggü. 2023
Estland 18,8 % −0,8 Pp.
Tschechien 18,5 % +0,5 Pp.
Österreich 17,6 % −0,7 Pp.
Ungarn 16,9 % −0,9 Pp.
Finnland 16,3 % −0,5 Pp.
Slowakei 15,7 % ±0,0 Pp.
Deutschland 15,6 % −2,0 Pp.
Dänemark 14,0 % ±0,0 Pp.
Lettland 13,9 % −2,5 Pp.
Griechenland 13,4 % −0,2 Pp.
Bulgarien 12,0 % −1,5 Pp.
Frankreich 11,8 % −0,5 Pp.
Zypern 11,8 % −0,2 Pp.
Niederlande 11,2 % −1,3 Pp.
Schweden 11,2 % ±0,0 Pp.
EU-Durchschnitt 11,1 % −0,6 Pp.
Litauen 10,0 % −1,5 Pp.
Irland 8,3 % −0,3 Pp.
Slowenien 8,0 % +2,0 Pp.
Spanien 7,3 % ±0,0 Pp.
Portugal 7,0 % −1,6 Pp.
Kroatien 6,6 % −0,8 Pp.
Italien 5,3 % +3,1 Pp.
Malta 4,9 % −0,2 Pp.
Polen 4,0 % −1,9 Pp.
Rumänien 3,7 % −0,1 Pp.
Belgien 0,7 % ±0,0 Pp.
Luxemburg −0,8 % +0,1 Pp.

Stand: 2024. Quelle: Eurostat, earn_gr_gpgr2.

Quelle & Daten

Messgröße
Abstand des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes von Frauen zu dem von Männern, in Prozent des Männerverdienstes
Quelle
Statistisches Bundesamt (Destatis), Datensatz GENESIS 62361-0046
Lizenz der Daten
Datenlizenz Deutschland – Namensnennung 2.0
Rhythmus
jährlich

Zitiert in unseren Analysen

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